Katzen und besonders Katzenbabys (Welpen) haben einen enormen Niedlichkeitsfaktor. Schnell hat sich der Mensch von diesem entzückenden Wesen verzaubern lassen und ohne großen Überlegungen wurde er zum Katzenbesitzer. Dabei machen neue Katzenhalter oftmals Fehler, wenn sie spontan eine Katze ins Haus geholt haben.

Katzenbaby beim Schlafen1. Kosten für Katzenhaltung wurde nicht bedacht

Wer sich eine Katze wünscht, sollte vorher ausrechnen, ob er sich dieses Haustier finanziell leisten kann. Es fängt schon beim Katzenfutter an. Viele Katzenbesitzer sparen am falschen Ende und kaufen billiges Futter im Supermarkt. Die darin enthaltenen Zutaten haben meistens nichts mit gesunder Ernährung zu tun und führt häufig zu Erkrankungen, die eine tierärztliche Behandlung notwendig machen.

Tierarzt ist der andere Punkt, der oftmals nicht bedacht wird. Auch Katzen können krank werden und sollten zudem geimpft werden. Vor der Anschaffung empfiehlt es sich, einmal mit dem Tierarzt zu sprechen, damit man sich einen Überblick über mögliche Kosten verschaffen kann. Zudem sollte die neue Katze dem Tierarzt vorgestellt werden, damit er sich durchchecken kann.

2. Katze oder Kater wurde nicht kastriert

Aus finanziellen oder moralischen Gründen verzichten einige Katzenhalter auf das Kastrieren oder Sterilisieren ihrer Katzen oder Kater. Das Problem stellt sich spätestens dann ein, wenn der Kater im Haus und Garten sämtliche Stellen markiert und mit Verletzungen durch Kämpfe mit anderen Katern nach Hause kommt. Besitzer weiblicher Tiere müssen damit rechnen, dass ihre Freigängerkatze Nachwuchs bekommt, wenn sie nicht sterilisiert oder kastriert wurde.

3. Katzentoilette wird nicht regelmäßig gereinigt

Eine Katze ist sehr auf Sauberkeit bedacht und wird ihr Geschäft ausschließlich in ihrer Katzentoilette erledigen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Katzentoilette regelmäßig, das heißt täglich gereinigt wird. Auf eine unsaubere Toilette wird die Katze nicht gehen und das Ergebnis findet man dann auf dem Teppich, den Fliesen oder an anderen Stellen in der Wohnung. Hinweis: Uriniert die Katze trotz sauberer Katzentoilette daneben, sollte sofort zum Tierarzt gegangen werden, um abzuklären, ob ein gesundheitliches Problem dafür verantwortlich ist.

4. Zu lange Krallen

Katzen müssen sich ihre Krallen abwetzen können. Draußen würden sie das beispielsweise an Bäumen tun. Ist die Katze kein Freigänger, muss man ihr einen Katzenbaum zur Verfügung stellen, an dem sie ihre Krallen abwetzen kann. Hat sie keine Gelegenheit dazu, wird sie erstens Möbel dafür verwenden und zweitens werden die Krallen zu lang. Dann müssten sie gekürzt werden und das lässt sich kaum eine Katze gerne gefallen.

5. Der Napf wird ständig gefüllt

Man meint es gut und sorgt dafür, dass der Napf ständig gefüllt ist. Über kurz oder lang führt dies jedoch zu Übergewicht inklusiv der gesundheitlichen Folgen. Einer Katze muss nicht dauernd Futter bereitgestellt werden. Sie kann sich an feste Essenszeiten gewöhnen. Wer nicht genau weiß, wie viel die Katze wiegen sollte und wie viel Futter sie täglich bekommen darf, sollte den Tierarzt um Rat fragen.

6. Katzen meiden von selbst giftige Pflanzen oder Lebensmittel

Die Überzeugung, Katzen würden selbst wissen, welche Nahrungsmittel und Pflanzen giftig sind, kann unter Umständen zum Tod führen. Besonders junge Katzen sind neugierig und probieren Neues und Unbekanntes aus. Es gibt einige Lebensmittel und Pflanzen, die zur Vergiftung führen können und deren Verzehr zum Teil tödlich endet.

7. Katze wird mit Medikamenten für Menschen behandelt

Was Menschen hilft, muss auch der Katze helfen – lautet sie Ansicht mancher Katzenbesitzer. Humanmedizin ist jedoch nicht für Katzen gedacht. Zum Beispiel sind die Schmerzmittel Aspirin und Paracetamol für Katzen giftig. Ist die Katze krank, sollte nicht zum eigenen Medizinschrank gegriffen werden, sondern der Gang zum Tierarzt erfolgen.

8. „Meine Katze läuft nicht weg!“

Katzen bleiben in der Regel in einem gewissen Umkreis, aber garantieren kann das niemand. Der unkastrierte Kater wird im Laufe der Zeit sein Revier stetig vergrößern. Die verspielte Katze lässt sich von etwas Spannendem ablenken und findet nicht mehr den Weg zurück nach Hause. Es ist immer möglich, dass eine Katze abhanden kommt. Um solchen Eventualitäten vorzubeugen, könnte die Katze gechipt werden. Der Finder muss sie dann zum Tierarzt bringen und er kann mittels Lesegerät feststellen, wer der Besitzer des Tieres ist. Ein Halsband ist für Freigänger nicht unbedingt empfehlenswert, denn damit kann die Katze hängen bleiben und sich strangulieren.

9. Krankheitsanzeichen werden übersehen und falsch gedeutet

Die Katze knabbert lustlos an ihrem Futter herum und lässt ihren Napf fast gefüllt stehen. Der Besitzer glaubt, sein Haustier würde nur deshalb das Futter nicht mehr anrühren, weil sie etwas Besseres haben möchte. Dies könnte jedoch ein Anzeichen für eine ernste Erkrankung sein, vor allem dann, wenn die Katze normalerweise problemlos ihr Futter fraß. Ebenso kann eine Verhaltensänderung auf eine Krankheit hindeuten.

10. Alle Katzen sind anhänglich

Katzen sind grundsätzlich verschmust und anhänglich – diese Überzeugung ist falsch und so mancher neuer Katzenbesitzer wird vielleicht enttäuscht sein, wenn seine Katze Reißaus nimmt, sobald man sie hochheben möchte. Wie alle Lebewesen haben auch Katzen ihre individuelle Persönlichkeit. Nicht jede Katze wird gerne gestreichelt und nicht alle Katzen schmiegen sich an ihren Halter an. Man sollte darauf vorbereitet sein, dass die Katze kein schmusiger Tiger sein könnte und dann muss man als Mensch bereit sein, sich auf das Tier einzustellen. Wer sich eine Katze in erster Linie zum Schmusen und Kuscheln anschafft, sollte sich lieber für einen Teddy entscheiden.

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