Die Wahl des richtigen Schlafplatzes für den Hund

Haustier.net RedaktionPosted on

Der Schlafplatz für den Hund sollte gleichzeitig ein Rückzugsort für ihn sein. Für die Gesundheit des Hundes ist es wichtig, dass er genügend Zeit zum Ruhen und Schlafen bekommt. Bei der Wahl des richtigen Schlafplatzes spielen somit die Bedürfnisse des Vierbeiners, aber selbstverständlich auch die seiner Besitzer eine Rolle.

Das Ruhe- und Schlafbedürfnis des Hundes

Warum es so wichtig ist, den passenden Schlafplatz auszuwählen, wird vor allem von Neulingen in Sachen Hundehaltung unterschätzt. Erwachsene Hunde benötigen zwischen 17 und 20 Stunden täglich zum Ruhen und Schlafen. Der Hund schläft nicht die komplette Zeit, sondern er döst, hält ein kurzes Nickerchen oder entspannt sich während der Streicheleinheiten. In Tiefschlafphasen befindet er sich zwischen fünf und acht Stunden pro Tag.

Dieses Ruhe- und Schlafbedürfnis ist für die körperliche und seelische Gesundheit des Hundes bedeutsam. Kann er diesem Bedürfnis nur unzureichend nachgehen, leidet im Laufe der Zeit nicht nur das Immunsystem. Nervosität, innere Unruhe und Ängste sind nur Beispiele für mögliche Auswirkungen von Ruhe- und Schlafmangel.

Hunde brauchen somit einen geeigneten Ort, an den sie sich zurückziehen können. Zudem sollte der Halter darauf achten, dass sein Hund genügend Zeit zum Ruhen und Schlafen bekommt. Nicht immer ist es den Besitzern klar, dass sie ihren Hund überfordern. Hunde sind Meister der Anpassung. Hat er sehr aktive Menschen an seiner Seite, wird er mitunter sein Schlaf- und Ruhebedürfnis unterdrücken. Seine Menschen bemerken dann meistens einen überdrehten Hund, der scheinbar! mehr Aktivität haben möchte. Häufig ist jedoch das genaue Gegenteil der Fall.

Außerdem möchte ein Hund bei seinen Familienmitgliedern sein. Dieser Fakt sollte ebenfalls in die Wahl des passenden Schlafplatzes einbezogen werden.

Welcher Standort für den Schlafplatz ist richtig?

Der Schlafplatz sollte so gewählt werden, dass der Hund dort Ruhe hat und trotzdem von seiner Familie nicht ausgeschlossen wird. Zudem sollte der Platz vor Zugluft geschützt liegen.

Falsch wäre ein Platz im Flur, mitten im Raum oder direkt an der Treppe. Der Hund würde jedes Mal gestört werden, wenn die Familienmitglieder an seinem Schlafplatz vorbei gehen – oder Kinder vorbei rennen.

Wenn die Möglichkeit besteht, sollten dem Hund zwei Schlafplätze zur Verfügung stehen. Manchmal ziehen Hunde sich gerne komplett zurück und bevorzugen es, ein Nickerchen im Zimmer nebenan zu halten. Generell sollte der Hund jedoch in der Nähe seiner Menschen schlafen und ruhen können. Würde man ihm ausschließlich einen Platz zuweisen, der zu weit entfernt vom Familiengeschehen liegt, käme er nicht zur Ruhe. Hunde sind soziale Wesen und möchten Teil der menschlichen Familie sein.

Wichtig ist, dass der Hund an diesem Platz oder an diesen Plätzen tatsächlich ungestört ruhen oder schlafen kann. Auch Kinder in der Familie sollten lernen, den Hund dort in Ruhe zu lassen.

Wie sieht der richtige Schlafplatz für den Hund aus?

Im Handel sind ganz unterschiedliche Schlafplätze für Hunde zu bekommen, zum Beispiel Hundekörbe, Hundekissen, Hundebetten, Hundematratzen oder auch halb geschlossene Schlafhöhlen.

Welche Art von Schlafmöglichkeit für den Hund passend ist, hängt individuell vom Vierbeiner ab. Es gibt Hunde, die gerne in einem Korb mit Rand schlafen. Dort fühlen sie sich geborgen, zumal ein Hundekorb mit erhöhtem Rand mehr Wärme bietet. Andere Viereiner bevorzugen Decken, Matratzen oder Kissen. Für Hunde mit Gelenkbeschwerden wie Arthrose gibt es spezielle Hundebetten.

Ebenso sind diese Schlafplätze aus verschiedenen Materialien erhältlich. Viele Hundehalter mögen aufgrund der ansprechenden Optik Körbe aus geflochtener Weide. Für Welpen und Junghunde ist dieses Material weniger gut geeignet, da die meisten jungen Hunde den Weidenkorb gerne und schnell zernagen würden.

Körbe aus Kunststoff sind gut zu reinigen und halten den kleinen Zähnen der Junghunde besser stand. Daneben sind Körbe aus Stoff zu erhalten, die in der Regel eine wattierte Füllung besitzen. Auch diese werden von jungen Hunden gerne zum Zerkleinern genutzt.

Manche Hundehalter bieten ihrem Hund eine Box als Schlaf- und Ruheplatz an. Hierzu ein paar Hinweise: Eine Box – egal aus welchem Material – kann für den Hund ein passender Schlafplatz sein. Der Vierbeiner sollte aber immer selbst entscheiden dürfen, wann er in die Box hinein oder heraus gehen möchte. Das heißt: Die Box sollte stets geöffnet sein! Hunde, die gerne in höhlenartigen Plätzen schlafen, fühlen sich in einer solchen Box häufig sehr wohl.

In den meisten Fällen reicht allerdings auch eine bequeme und hochwertige Hundedecke. Dabei sollte auf Markenprodukte wie Beispielsweise von https://www.romneys.de/liegeplaetze/hundedecke geachtet werden. Wichtig ist vor allem eine gute Isolierung, damit der Hund im Winter nicht auskühlt.

Seit neuster Zeit ist ein Trend aus den USA nach Europa geschwappt und Boxen werden wie eine Selbstverständlichkeit für die Welpenausstattung angeboten. In Amerika ist der Umgang mit Hunden ein ganz anderer und sollte nicht unbedingt als Vorbild genommen werden. Eine geschlossene Box bietet für Autofahrten eine Sicherheit. Wird die Box als Schlaf- und Ruheplatz verwendet, sollte am besten von Anfang an die Boxentüre ausgebaut werden. Einen Hund in eine geschlossene Box und das womöglich über Stunden einzusperren, ist schlicht Tierquälerei.

Schlafender WolfshundwelpeSofa oder Bett als Schlafplatz?

Viele Hunde mögen nicht nur erhöhte Schlafplätze, sie bevorzugen auch das Sofa oder Herrchens und Frauchens Bett. Ob der Vierbeiner nun auf diesen Plätzen schlafen darf, muss jeder Hundehalter für sich selbst entscheiden.

Diese Entscheidung sollte möglichst schon gefällt werden, bevor der Hund ins Haus zieht. Hat man nämlich dem Vierbeiner einmal erlaubt, das Sofa oder Bett als Schlafplatz zu nutzen, ist ein gewisser Zeitaufwand und Geduld notwendig, wenn man es sich dann doch wieder anders überlegt.

Zudem sollte überlegt werden, ob man mehr Hundehaare während der Zeiten des Fellwechsels als störend empfinden würde. Intakte Hündinnen werden in der Regel zwei Mal jährlich läufig. Es wird schwer sein der Hündin zu vermitteln, dass sie genau in dieser Zeit nicht ins Bett oder nicht aufs Sofa darf, weil sie nun blutet.

Hunde, die Bett und Sofa nutzen dürfen, sollten trotzdem einen eigenen Schlafplatz bekommen. Hat man Besuch oder ist man krank und möchte deshalb das Bett nicht mit dem Hund teilen, steht dem Vierbeiner dennoch ein für ihn passender Schlafplatz zur Verfügung.

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