10 Tipps, um Hundegelenke zu stärken und in gutem Zustand zu erhalten

Aktiver Border Collie spielt am Stand und fängt eine Frisbee Scheibe
Ein Border Collie spielt am Stand und fängt eine Frisbee Scheibe. Gesunde Hundegelenke sind wichtig, um die Bewegungsfreiheit zu erhalten / Foto: Vera Reva Shutterstock.com

Die Hundegelenke sind starken Belastungen ausgesetzt. Umso wichtiger ist es, die Gelenke zu stärken, denn oftmals treten bei älteren Hunden Gelenkprobleme wie Arthrose auf. Mit den folgenden Tipps können Hundebesitzer die Gesundheit der Hundegelenke unterstützen.

Arthrose bei Hunden

Sehr viele Hunde leiden im Alter an Arthrose. Das ist eine Verschleißerscheinung der Gelenke, die verschiedene Ursachen haben kann. Häufig entwickelt sich Arthrose aufgrund einer übermäßigen Belastung der Hundegelenke. Das passiert unter anderem oft durch übertriebenen Hundesport. Ebenfalls können Übergewicht, Unfälle, genetisch bedingte Veränderungen des Knorpels sowie Fehlstellungen der Gelenke zu Arthrose führen. 

Arthrose bereitet dem Vierbeiner Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Da Hunde Meister darin sind, Schmerzen zu verbergen, erkennt der Hundehalter anfangs noch nicht, dass sein Tier mit Gelenkbeschwerden zu tun hat. Die Erkrankung schreitet jedoch stetig fort. 

Anzeichen für Gelenkprobleme beim Hund

Wie bereits erwähnt zeigen Hunde zu Beginn der Erkrankung häufig nicht, dass sie Schmerzen haben. An folgenden Anzeichen ist an Arthrose zu denken: 

  • Die Hunde weigern sich ins Auto zu springen.
  • Sie steigen keine Treppen mehr.
  • Nachdem sie länger gelegen haben, wirken sie unbeweglich und/ oder steif.
  • Die Vierbeiner mögen keine langen Spaziergänge mehr.
  • Sie legen sich nicht mehr auf kühle und harte Unterlagen.
  • Auch meiden sie Liegeplätze, an denen sie Zugluft abbekommen. 
  • Der Gang wirkt im Laufe der Zeit steifer und den Hunden fällt es schwer, sich lang auszustrecken. 

Die Symptome können je nach Wetterlage, Tageszeit und Aktivität unterschiedlich stark ausfallen. Oft zeigen die Hunde bei nassem oder kaltem Wetter mehr Probleme.

Hinweis: Falls der Hund auf einmal ängstlicher oder aggressiver wird, kann das auf Schmerzen an den Hundegelenken hinweisen. 

Mit ein paar Maßnahmen können Hundehalter Gelenkproblemen vorbeugen. Das beginnt bereits im Welpenalter.

Gesunde Hundegelenke – Unsere Tipps

  • Gesundes Hundefutter füttern

Ein gesundes Wachstum ist der Schlüssel für gesunde Hundegelenke. Deshalb ist es wichtig, ein hochwertiges Hundefutter zu füttern. Das bedeutet: Die Zutaten haben Lebensmittelqualität und das Futter ist frei von künstlichen Zusatzstoffen. Außerdem sollte es einen hohen Fleischanteil vorweisen. Wer zu einem solchen Hundefutter greift, muss auch kein auf den jungen Hund abgestimmtes Futter kaufen. Das ist nur dann notwendig, wenn der Hersteller minderwertige Zutaten verwendet, künstliche Zusatzstoffe hinzufügt und mehr Kohlenhydrate statt tierische Proteine in das Futter packt.

  • Auf die richtige Bewegung bei groß werdenden Hunden achten

Bei Welpen und Junghunden, die zu den großen Rassen gehören, sollten in der Wachstumsphase Bewegungen vermieden werden, die eine zu starke Belastung für den Bewegungsapparat darstellen. Der Hund sollte beispielsweise nicht ins Auto springen oder Treppen steigen. Auch auf Hundesport wie Agility sollte den Knochen zu Liebe während der Wachstumszeit verzichtet werden. 

  • Auf Normalgewicht achten

Übergewicht belastet die Gelenke und das bei jeder Bewegung. Falls der Vierbeiner schon übergewichtig ist, sollte der Hundehalter die Futtergewohnheiten umstellen und dafür sorgen, dass der Hund normalgewichtig wird. Der Tierarzt kann dabei helfen, das Gewicht des Hundes mit einer entsprechenden Futterempfehlung zu reduzieren.

  • Tägliche Bewegung – aber in Maßen

Ein Hund benötigt täglich ausreichend Bewegung. Wie viel Bewegung er braucht, hängt von seinem Aktivitätslevel und Alter ab. Springen ist immer eine Belastung für die Gelenke, während normales Spazierengehen eine gesunde Art der Bewegung ist. Das heißt nicht, dass der Vierbeiner nicht springen darf. Er sollte lediglich überwiegend gleichmäßige, gelenkschonende Bewegungen ausführen. 

  • Schwimmen – eine gelenkschonende Bewegung

Schwimmen ist für den Hund allgemein gesund. Zudem ist es eine gelenkschonende Aktivität, die auch mit einem Vierbeiner unternommen werden kann, der bereits Probleme mit den Gelenken hat. Beim Schwimmen baut der Hund Muskelmasse auf – Muskeln stützen die Gelenke. Für Hunde mit Arthrose bietet sich eine Wassertherapie bei einem geschulten Physiotherapeuten an. Wassertherapie kann die Gelenke stärken. 

  • Beim Hund Gelenke stärken – Aufwärmübungen vor dem Sport

Falls der Hundehalter mit seinem erwachsenen Hund eine Sportart wie Agility ausüben möchte, sollte er unbedingt vor jedem Training Aufwärmübungen durchführen. Damit können sich Gelenke, Bänder und Sehnen auf die bevorstehende Belastung einstellen. Starke Gelenke sind das A und O für Sport- und Gebrauchshunde. 

  • Im Wald und auf Feldwegen statt auf Asphalt spazieren

Gehen oder Laufen auf Asphalt begünstigt Gelenkverschleiß. Auf weichem, natürlichem Untergrund werden Sprünge abgefedert. Spaziergänge im Wald, auf Feldwegen oder über Wiesen sind aus diesem Grund vorzuziehen. 

  • Gesunder Schlafplatz für den Hund

Schläft und döst der Vierbeiner auf einem harten Untergrund, entstehen Liegeschwielen sowie Druck auf die Hundegelenke. Geeignete Hundebetten oder –kissen sind weich. Für Hunde, die zu Gelenkproblemen neigen, sind orthopädische Hundebetten erhältlich. Diese Varianten sind beispielsweise für große, schwere Hunde, ältere Tiere und für Hunde mit HD oder ähnlichen Gelenkfehlstellungen zu empfehlen. 

  • Ergänzungsfutter für Hunde mit Neigung zu Gelenkkrankheiten

Nahrungsergänzungen wie Hundekräuter können ebenfalls die Hundegelenke stärken. Zum Beispiel enthalten Grünlippmuscheln Omega-3-Fettsäuren, Glykosaminoglykane und Vitamin E. Diese Nährstoffe halten die Gelenke beweglich. Zudem sind Glykosaminoglykane natürliche Bestandteile der Gelenkflüssigkeit und des Knorpels. Sie regen das Wachstum des Gelenkknorpels an. Wir füttern unseren Hunden täglich folgende Gelenktabletten für Hunde, um Problemen von Anfang an vorzubeugen.

  • Alltagshilfen verwenden

Besonders für große und ältere Hunde sind Hilfsmittel ratsam. Im Handel sind beispielsweise Hunderampen erhältlich, über die der Vierbeiner ins Auto ein- und aussteigen kann. Auch erhöhte Näpfe können für Hunde erleichternd sein. Mit Hundebandagen lassen sich die Gelenke stützen. 

Fazit

Wenn bereits beim Welpen auf eine gesunde Nahrung und gelenkschonende Bewegung geachtet und dies im Erwachsenenalter weitergeführt wird, ist das Risiko für Gelenkerkrankungen wesentlich geringer. Die Hundegelenke von Tieren mit einer Neigung zu Arthrose oder anderen Gelenkproblemen sowie von älteren Hunde sollten zusätzlich mit einer Nahrungsergänzung sowie Alltagshilfen unterstützt und gestärkt werden. 

FAQ zur Gesundheit der Hundegelenke

Mit welchem Öl kann ich die Hundegelenke stärken?

Kaltgepresste Öle mit einem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren unterstützen den Gelenkstoffwechsel. Zu diesen Ölen gehören unter anderem Lachsöl, Hanföl und Leinöl.

Welche Hunde neigen zu Gelenkproblemen?

Vor allem große Hunderassen neigen zu Gelenkbeschwerden. Deshalb sollte der Hundebesitzer bei Welpen und Junghunden von groß Rassen von Anfang an auf eine gesunde Ernährung und gelenkschonende Bewegungen achten. 

Wie kann ich Gelenkschmerzen bei meinem Hund erkennen?

Oftmals zeigen Hunde Schmerzen erst dann, wenn die Schmerzen stark sind. Bei einer beginnenden Gelenkerkrankung können sich Bewegungsabläufe verändern. Der Hund lahmt, humpelt oder möchte nicht mehr lange spazieren gehen. Auch ist es möglich, dass er sich am schmerzenden Gelenk oder der Umgebung häufig beknabbert.

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